32. Orientierungsfahrt Roemryke Berge 07.02.2026
Ein Bericht von Anke und Norbert Gries
Veranstaltung:
Orientierungsfahrt „Roemryke Berge“
Ausrichter: Veranstaltergemeinschaft ORI 75 Remscheid
Samstag, 07.02.2026
Beginn: ab 14:30 Uhr // Ende: ca. 21:30 Uhr
Team:
Anke & Norbert Gries
auf Subaru Forester
Ausschreibung der Veranstaltung:
Orientierungsfahrt 3 Gruppen: Neulinge N // Anfänger A-AK // Fortgeschrittene- Profis B-C
Wir fuhren in der Klasse B
Wetter: sonnig, klar angenehm
Die Veranstaltung war mit insgesamt 48 Teilnehmern sehr gut besucht – N = 16 Teilnehmer // A / AK = 17 Teilnehmer // B / C = 15 Teilnehmer --- also sehr gleichmäßig auf alle Klassen verteilt.
Kosten der Teilnahme: Klasse N 20,00 €, alle anderen Klassen 30,00 €
Prädikate:
- Pokalwettbewerb des ADAC Nordrhein
- Lauf zur Westdeutschen und Bergischen Orientierungsmeisterschaft
- Lauf zum Niederrhein – Cup
- Lauf zum Rheinlandpokal
Teilnehmer Bericht
Organisation
Die Remscheider Vereine veranstalten diese Ori seit Jahren, es handelt sich um die 32. Orientierungsfahrt, also gibt es die Fahrt seit 1994. Dieses Jahr war es die Saisoneröffnung 2026. Das Orga Team setzt sich aus sehr erfahrenen und im Orie Sport erfolgreichen Personen zusammen.
Insoweit ist die gesamte Orga gut durchdacht und die Abläufe sind aufeinander abgestimmt.
Die Nennung erfolgte problemlos über die Homepage der Veranstaltergemeinschaft, die Starterliste und Vorab-Infos gab es rechtzeitig per Mail und / oder im Netz.
Start und Zielort sind in Remscheid in einem, einer Grillausstellung angegliederten Restaurant / Imbiss.
Beim Startort sind genügend Parkplätze, Toiletten und Sitzplätze vorhanden. Vor Fahrtbeginn gibt es die Möglichkeit Getränke zu sich zu nehmen oder auch etwas zu essen. Die Fahrerbesprechung war professionell mit der Möglichkeit Fragen zu stellen.
Der Fahrerbrief B/C hatte viele Ergänzungen (z.B. für Pfeile und Punkte) zum Regelwerk der West OM.
Die Ergebnislisten und Lösungen wurden zeitnah, vor der Siegerehrung ausgehangen bzw. in Papierform verteilt. Proteste waren möglich und wurden ernst genommen. Es war eigentlich immer ein Mitglied des OrgaTeams für Rückfragen ansprechbar.
Organisatorisch auf hohem Niveau.
Note: 2 +
Strecke
Gut ausgewählte Strecke, ca. 110 km, wenig Ampeln und Ortsdurchfahrten, teilweise (einige Meter) nicht asphaltiert. Es wurde ab ca. 17:30 dunkel, für uns eine erhebliche Erschwernis, subjektiv haben die anderen Autos, vor allem die Entgegenkommenden das viel bessere Licht.
Erwartungsgemäß sehr viel Ori, mit allem, was dazu gehört, von versteckten Punkten, schwer zu erkennenden kürzeren Wegen bis zum, wo bin ich, war alles dabei.
Zum Glück keine Fahrradfahrer, Wanderer und aggressive Hunde- oder Pferdeführer.
Die Streckenlänge und die Zeitvorgabe eigentlich ideal austariert (s.u.) – 1 Stunde Karenz ohne Strafpunkte, allerdings mit Berücksichtigung bei Punktgleichheit.
Durchschnittsgeschwindigkeit ca. 25 km/h
Note: 2 +
Roadbook
Das Roadbook bestand aus 5 mit Kartenausschnitten bedruckten DIN A 4 Blättern. Saubere Karten, gut ablesbar, aber ziemlich klein, ohne Lupe für uns nicht mit den notwendigen Details erkennbar.
Zusätzlich noch -bedingt durch die Dunkelheit- eine Lampe mit ganz viel Licht.
An dem Roadbook gibt s nichts auszusetzen, Spiralbindungen sind zwar ganz schön, aber im Grunde verzichtbar.
Note: 2 +
Aufgabenstellung
Die Aufgabenstellung war in Klasse B/C schwierig, soll auch so sein und wird wahrscheinlich von uns auch noch anders eingeordnet, schließlich war dies unser erster Start in der Klasse B. Letztlich sind die Aufgaben für alle Teilnehmer gleich schwer und ein Ergebnis, bei dem mehrere Teilnehmern mit 0 Fehlern abschließen, ist jedenfalls für uns, nicht wünschenswert.
Die Aufgaben waren klar und verständlich, Stress und Diskussionen im Auto auf der Suche nach der richtigen Lösung sind normal, der Sinn der Aufgabe oder was gemeint sein könnte, war aber völlig unproblematisch. Grundsätzlich handelte es sich um gradlinige, aber schon ab und zu „gemeine“ Aufgaben ohne Firlefanz. Teilweise, wahrscheinlich der Klasse geschuldete Aufgaben mit „Doppel Bluff“, also z.B. ein sehr versteckter Punkt im Nirvana, bei dem man als Beifahrer stolz darauf ist, diesen Aufgabenteil entdeckt zu haben, aber dann gibt’s auf dem Weg zu diesem Punkt noch eine andere Falle.
Wir hatten dann auch noch folgendes Spezialproblem. Bei Aufgabe 1 vermissten wir eine notwendige OK, die vom Veranstalter tatsächlich falsch aufgehängt wurde. Also 2x auf dem korrekten Weg abgefahren und gesucht und noch 1x anders herum. Diese Aktion hat uns viel Zeit gekostet, letztlich haben wir 54 Minuten von 60 Minuten Karenz verbraucht und zudem sind wir nicht in einen „Flow“ gekommen. In der für uns neuen Klasse fehlte uns die notwendige Kaltschnäuzigkeit das Problem einfach abzuhaken. Außerdem war uns nicht ganz klar, ob die Fischgräte nur in dem kleineren Kartenausschnitt oder in der zugehörigen normalen Karte zu lösen ist. Bei der 50%igen Chance auf die richtige Entscheidung, haben wir natürlich die falsche Option gewählt und uns 2 Fehler eingefangen….
Note: 2
Aufgabe / Lösung als Beispiele
Verpflegung
Gute Verpflegung im Anschluss der Veranstaltung. Bei der Auswahl konnte Bartwurst mit Pommes oder Burger zu günstigen Preisen ausgewählt werden. Wahrscheinlich auch noch andere Gerichte.
Note 2 -
Auswertung
Die Auswertung ging schnell und zügig, Ergebnisse wurden zeitnah ausgehängt und Lösungen wurden in Papierform verteilt.
Ergebnisse waren am nächsten Tag auch im Netz.
Note: 2 +
Fazit
Sehr professionell gemachte hochwertige Veranstaltung. Sauber und sehr ordentlich abgewickelt.
Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei, dann hoffentlich mit besserem Ergebnis.
Persönliche Anmerkung
Wir sind in der Klasse B/C 12. von 15 Teilnehmern mit 6 Fehlern geworden, 4. von 7 in der Klasse B.
Bei einigen Aufgaben mussten wir die Gehirnzellen gehörig in Schwung bringen. Unsere Fehler waren eigentlich - so wie immer - zur Hälfte durchaus akzeptabel und zur anderen Hälfte einfach ziemlich blöde.
Für die erste Teilnahme in B/C sind wir per Saldo mit dem Ergebnis zufrieden.
Anke & Norbert Gries


